Dat Hörrohr_11Komödie • Spielzeit 1999/2000

Autor: Karl Bunje

Regie: H. Bruhn a.G.

Premiere: Im Jahr 2000

 

 

 

 

 

Inhalt

Dat Hörrohr_12Eigentlich ist Opa Meiners noch ganz rüstig. Nur mit dem Hören hat er so seine Schwierigkeiten, denn sein Hörrohr ist nicht gerade auf dem neuesten Stand der Technik. Vom Leben um sich herum bekommt er also nur das mit, was seine Verwandten ihm möglichst laut in sein Hörrohr schreien.

Doch nicht alle auf dem Hof meinen es gut mit ihm. Vor allem Berta ist gar nicht die liebe Schwiegertochter, die sie ihm immer vorspielt. Gemeinsam mit dem windigen Kneipenwirt Hogeback spinnt sie eine Intrige, um den Hof, der immer noch in Opa Meiners Besitz ist, an sich zu bringen. Den "Alten" will sie dabei ins Altersheim verfrachten. Doch Dank eines neuen, technisch ausgereiften Hörgerätes, das ihm der treue Knecht zuspielt, traut Opa Meiners seinen Ohren nicht, als er jetzt hört, was Berta für Pläne hat. Gewarnt holt Opa zum Gegenschlag aus und stellt sorgfältig Fallen auf, die schmerzhaft zur rechten Zeit zuschlagen.

Der Autor

Dat Hörrohr_33Geboren am 8.11.1897, gestorben am 6.4.1985. Seine Kindheit im Dorf Neuenburg verarbeitete Karl Bunje in seinen Erzählungen "As ick noch een lütt Deern weer", "Jan sein Sparpott" und "De gerechte Wiehnachtsmann". Später zog die Familie nach Wilhelmshaven, wo Karl Bunje die Oberrealschule besuchte. Nach seinem Schulabschluss begann er in der Reichsfinanzverwaltung zu arbeiten, doch die Ausbildung wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. Karl Bunje diente in der Infanterie und erlebte das Kriegsende als Verwundeter in der Genesungskompanie in Hannover, wo er seine Frau kennenlernte, die er 1921 heiratete. Seine Kriegserlebnisse verarbeitete er in der Komödie "De Etappenhas". 1920-1937 folgt seine Tätigkeit als Betriebsprüfer am Finanzamt Brake.

1930 brachte die entscheidende Wende. Die Stadt Brake wollte ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Festspiel krönen, das Stück schrieb Alma Rogge und Karl Bunje wirkte aktiv an den Freilichtspielen mit. Sie waren der Anstoß zur Gründung einer niederdeutschen Bühne, Karl Bunje war eines der Gründungsmitglieder sowie Bühnenleiter bis 1935. Für die Brakerbühne schrieb er auch sein erstes Schauspiel "Desertörs". 1935 folgte die Uraufführung von "De Etappenhas", das schnell in verschiedene Dialekte, Sprachen und auch ins Hochdeutsche Übersetzt wurde und von vielen niederdeutschen Bühnen gespielt wurde. Das Stück wurde sogar 1937 und 1957 verfilmt. Der Erfolg seines dritten Stückes "Spektakel in Kleihörn" 1937 ermöglichte es ihm, als freier Schriftsteller zu leben. Wegen seiner Zugehörigkeit zur Freimaurerloge wurde er im Dritten Reich nicht mehr befördert. 1978 heiratete Karl Bunje mittlerweile verwitwet seine zweite Ehefrau. Seine fünf Söhne, der älteste von ihnen Hans Bunje schrieb ebenfalls sehr erfolgreiche niederdeutsche Theaterstücke, und seine Tochter stammten aus erster Ehe.

Auszeichnungen
1971 Fritz-Stavenhagen-Preis
1972 Silberne Ehrennadel des Niederdeutschen Bühnenbundes
1973 Ehrengabe der Oldenburgstiftung
(Text: Karl Mahnke Theaterverlag)

 

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