De Etappenhas_6Komödie • Spielzeit 1936/37

Autor: Karl Bunje

Regie: Walter Henschen

Premiere: am 6.3.1937

 

Mitwirkende

Leutnant Dierk Hansen - R. Gehrau
Gefreiter Gerd Feldmann - W. Schnell
Gefreiter Ferdinand Hasenbein - Heinrich Kock
Musketier Hein Lammers - Walter Henschen
Landsturmmann - Ernst Volkens
Flämisches Mädchen Marie - Anni Ahlers

Flüstertante - M. Rath
Bühnenbau - K. Schumacher, J. Mus

 

De Etappenhas_7Aufführungen

Premiere: 6.3.1937 in Preetz
28.3.1937 - Malente (Ostern)
3.4.1937 - Preetz
4.4.1937 - Lebrade
10.4.1937 - Plön
11.4.1937 - Selent
18.4.1937 - Schönberg
24.4.1937 - Raisdorf
25.4.1937 - Schönwalde
6.5.1937 - Neustadt (Himmelfahrt)
8.5.1937 - Lensahn
19.5.1937 - Sereetz
27.5.1937 - Sieversdorf

 

Inhalt

Die mittlerweile fast weltberühmte Geschichte vom Hasen, der als Essen für den Offizier gedacht ist. Aber irgendwie läuft der Hase am Teller des Ofiziers vorbei, und die Katze muss als Speise für den vornehmen Herren herhalten. Und über den Hasen freuen sich seine Untergebenen.

 

Der Autor

De Etappenhas_4Geboren am 8.11.1897, gestorben am 6.4.1985. Seine Kindheit im Dorf Neuenburg verarbeitete Karl Bunje in seinen Erzählungen "As ick noch een lütt Deern weer", "Jan sein Sparpott" und "De gerechte Wiehnachtsmann". Später zog die Familie nach Wilhelmshaven, wo Karl Bunje die Oberrealschule besuchte. Nach seinem Schulabschluss begann er in der Reichsfinanzverwaltung zu arbeiten, doch die Ausbildung wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. Karl Bunje diente in der Infanterie und erlebte das Kriegsende als Verwundeter in der Genesungskompanie in Hannover, wo er seine Frau kennenlernte, die er 1921 heiratete. Seine Kriegserlebnisse verarbeitete er in der Komödie "De Etappenhas". 1920-1937 folgt seine Tätigkeit als Betriebsprüfer am Finanzamt Brake.

 1930 brachte die entscheidende Wende. Die Stadt Brake wollte ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Festspiel krönen, das Stück schrieb Alma Rogge und Karl Bunje wirkte aktiv an den Freilichtspielen mit. Sie waren der Anstoß zur Gründung einer niederdeutschen Bühne, Karl Bunje war eines der Gründungsmitglieder sowie Bühnenleiter bis 1935. Für die Brakerbühne schrieb er auch sein erstes Schauspiel "Desertörs". 1935 folgte die Uraufführung von "De Etappenhas", das schnell in verschiedene Dialekte, Sprachen und auch ins Hochdeutsche Übersetzt wurde und von vielen niederdeutschen Bühnen gespielt wurde. Das Stück wurde sogar 1937 und 1957 verfilmt. Der Erfolg seines dritten Stückes "Spektakel in Kleihörn" 1937 ermöglichte es ihm, als freier Schriftsteller zu leben. Wegen seiner Zugehörigkeit zur Freimaurerloge wurde er im Dritten Reich nicht mehr befördert. 1978 heiratete Karl Bunje mittlerweile verwitwet seine zweite Ehefrau. Seine fünf Söhne, der älteste von ihnen Hans Bunje schrieb ebenfalls sehr erfolgreiche niederdeutsche Theaterstücke, und seine Tochter stammten aus erster Ehe.

Auszeichnungen
1971 Fritz-Stavenhagen-Preis
1972 Silberne Ehrennadel des Niederdeutschen Bühnenbundes
1973 Ehrengabe der Oldenburgstiftung
(Text: Karl Mahnke Theaterverlag)

 

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